Schützen-Dudler

Geschmacklich kann es dieser selbstgemachte Kräutersirup auch mit der großen Dudler-Konkurrenz aufnehmen. Natur pur zum Genießen!

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Eigenlob stinkt. Ich weiß. Aber ab und zu darf man sich ruhig ein wenig selbst auf die Schultern klopfen. Vor allem, wenn einem so ein g'schmackiger Sirup wie dieser hier gelingt :) Und das aus purem Zufall!


Unlängst hatte mich nämlich eine liebe Freundin gefragt, ob ich heuer zufällig noch Holler-Sirup mache, von dem ich ihr ein bisschen was abgeben könnte. Aber nachdem ich bei der Ernte schon etwas spät dran war, waren fünf Hollerdolden meine einzige Ausbeute. Was also tun? Zum Wegwerfen waren die Dolden viel zu schade, zum Verkochen eindeutig zu wenig. Also hab ich sie kurzum mit allen Kräutern, die mir am Heimweg irgendwie untergekommen sind, in Zuckerwasser "gebettet" und mal abgewartet. Und das war eine grandiose Idee, wie meine Jungs finden. Denn der Sirup ist das "Allerallerbeste, was die Mama je gemacht hat!" (Genau das Selbe haben sie auch bei meinem Holler-Sirup gesagt. Aber ich nehm' das Komplement jetzt einfach mal an ;) ).


Drum möchte ich auch euch mein gelungenes Kräuter-Sirup-Experiment verraten. Genannt hab ich ihn übrigens "Schützen-Dudler", weil alle Kräuter aus unserer schönen Heimatgemeinde Oberschützen stammen.


Was ihr für den Kräutersirup bzw. Schützen-Dudler alles braucht:



  • 3 l Wasser

  • 30 gr Zitronensäure

  • 1,5 kg Zucker

  • 2 TL Quittenessig

  • 3 Bio-Zitronen und

  • 3 Handvoll von folgenden Kräutern: Hollerdolden, 1 Stängel Waldmeister, Kleine Braunelle, Giersch, Gundelrebe, Gänseblümchen, Thymian, Erdbeer- und Apfelminze, Dost, Zitronenverbene, Schafgarbe und Labkraut


Legt die Kräuter zuerst für eine Weile in den Schatten, damit eventuelle, tierische Mitnascher die Chance haben, sich andere Speiseplätze zu suchen.


Dann geht ihr gleich vor wie beim Zubereiten des Holler-Sirups:

  1. Spült die Kräuter vorsichtig mit Wasser ab und legt sie zum Trocknen zur Seite.

  2. Kocht dann das Wasser zusammen mit dem Zucker und der Zitronensäure auf.

  3. Nehmt den Topf von der Herdplatte, gebt den Essig dazu und lasst die Flüssigkeit abkühlen.

  4. Nun gebt ihr die Kräuter und die in Scheiben geschnittenen Zitronen in eine große Schüssel bzw. in ein großes Glas.

  5. Wenn das Zuckerwasser nur mehr lauwarm ist, schüttet ihr es über das Kräuter-Gemisch.

  6. Lasst das Ganze dann 2 Tage ziehen. Zwischendurch vielleicht 2 bis 3x umrühren. (Hitzebedingt habe ich die Schüssel gleich in den Kühlschrank gestellt).

  7. Seiht den Sirup nach den 2 Tagen am besten durch ein Mulltuch ab und lasst die klare Flüssigkeit noch einmal aufkochen und für ein paar Minuten köcheln.

  8. Füllt sie dann noch heiß in sterile Gläser um.

  9. Und fertig ist euer Kräutersirup.


Natürlich könnt ihr auch ganz andere Kräuter verwenden. Experimentiert ruhig ein bisschen herum!


Und vielleicht wollt ihr mir in den Kommentaren ja verraten, wie ihr euren Sirup getauft habt. Also diesen Woher-auch-immer-ihr-kommt-Dudler ;)


Alles Liebe und viel Spaß beim Herumprobieren!











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