Flotter Marillen 3-er

Oder: Wie aus einer kleinen Liaison zwischen Marillen und Wildkräutern eine unverschämt leckere Marmelade wurde.

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Es gibt Dinge auf dieser Welt, die brauchen eigentlich nicht viel Schnickschnack und schon gar nicht jemand anderen. Wie Marillenmarmelade zum Beispiel. Die ist schon alleine eine Klasse für sich. Was sollte man an ihr auch noch verbessern?


Auf dumme Gedanken kommt man da höchstens, wenn man quasi in einem Meer aus diesen orange-roten Früchten schwimmt (DANKE lieber Papa für die mehr als großzügige Spende!!!) und schon alle klassischen Rezepte durchprobiert hat. Dann schießt einem - zumindest mir - plötzlich so ein Gedanke wie "Wiesenlabkraut" in den Sinn. Zwar hatte ich zuvor noch nie von so einer Kombination - Marille und Labkraut - gehört, aber manchmal sollte man eben auf seinen Instinkt vertrauen.


Am Weg zum Labkraut liebäugelte ich jedenfalls noch mit einem Großen Wiesenknopf. Drum sind gleich beide Kräuter mit mir nach Hause zu den Marillen marschiert. Und aus der ungewöhnlichen Kombination wurde ein erstaunliches Geschmackserlebnis - ein flotter Marillen 3-er, der unsere Geschmacksknospen regelrecht feiern lässt.



Und hier das Rezept für diesen wilden Marillen 3-er:

  • 2 kg Marillen

  • 1 kg Gelierzucker 2:1

  • 2 Bio-Zitronen

  • 1 Handvoll blühendes Wiesenlabkraut und Blätter vom Großen Wiesenknopf



  1. Zuerst wascht ihr die Marillen gründlich ab, entkernt sie und schneidet sie in kleine Stücke.

  2. Dann wascht ihr auch noch die Kräuter fein säuberlich ab.

  3. Nun gebt ihr die Marillenstücke zusammen mit den abgezupften Blüten vom Wiesenlabkraut und den zerkleinerten Blättern vom Großen Wiesenknopf darüber.

  4. Jetzt noch den Zucker und den Saft der beiden Zitronen dazu.

  5. Und dann das Ganze mal für 1 bis 2 Stunden ziehen lassen.

  6. Nachher kocht ihr das Gemisch einmal auf und lasst es für ein paar Minuten köcheln. Vergesst nicht auf die Gelierprobe! Wer die Marmelade gerne fein mag, püriert sie jetzt noch.

  7. Dann füllt ihr die Marmelade noch heiß in sterile Gläser um. Verschließt sie und lasst sie einige Minuten kopfüber stehen.


Und wenn die Marmelade dann ausgekühlt ist, dürft ihr auch zumindest geschmacklich auf einen Höhepunkt freuen ;)




Alles Liebe und viel Spaß beim Nachmachen!